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Eile mit Weile

Unerbittlich tickt die Uhr, der grosse Zeiger nähert sich zielstrebig der Sechs, der kleine ist irgendwo zwischen drei und vier. Gern würde ich mich hinstellen und mit dem Zeigefinger den grossen Zeiger aufhalten, während ich mit der Linken weiter eifrig auf der Tastatur tippe, wenn das nur helfen würde!

Mama on the run


Zeit vergeht nur an Bahnhöfen langsam
Zeit vergeht nur an Bahnhöfen langsam

Die Zeit rast, ausgerechnet heute, wo morgen die Präsentation fertig sein muss! Doch um halb vier muss ich los, den Sohn abholen, da gibt es kein Pardon. Also alles hinschmeissen, dann muss heute eben eine Spätschicht eingelegt werden... Aber noch ganz kurz hier…, oh doch so spät schon, jetzt aber los!

An der Tür hält mich die Kollegin auf “Denkst Du dran, Herrn Müller zurückzurufen?”. 

Ach ja!  „Na klar, später!“… und los gehts zur Bahn.

 

Am Bahnhof angekommen, schlechte Nachrichten: „Wegen Verzögerungen im Betriebsablauf verspätet sich die Bahn um ca. zehn Minuten“. Zehn Minuten? In diesen zehn Minuten hätte ich ja wohl noch das Rad neu erfunden! Mist.

 

 

Zehn Minuten ziehen sich schier endlos in die Länge, wenn man gerade alles stehen und liegen gelassen hat, um die Bahn zu kriegen...Hm, was gibt's heute Abend eigentlich zu essen? Kühlschrank leer!

Dann eben nach dem Kind-abholen noch in den Supermarkt. Aber mit Kind und Arbeitstasche und Schulranzen zum Supermarkt…? Packesel-Mama.

Bahn kommt, dumdidumdidum, losrennen, an der Schule angekommen: Fünf nach vier, immerhin. Nur, wo ist jetzt das Kind? Stundenplan vor dem inneren Auge abrufen… was steht da bei Dienstag, letzte Stunde? “Musik in der Aula” vielleicht? 

Ah, da kommt eine befreundete Mutter, ich hetze ihr entgegen.

Sie ruft schon von weitem „Dein Sohn ist da hinten!“ und beim näherkommen „Du, er und Ben wollen unbedingt heute noch zusammen spielen. Wir gehen später Pizza essen und können ihn danach bei Euch vorbeibringen.“ 

 

Ich stehe da und sage erstmal gar nichts. Dann treten mir kurz die Tränen in die Augen. Und ich komme mir unendlich doof vor. Ich hätte sie doch einfach vom Büro aus anrufen können... aber dafür fehlte mir einfach der Kopf! Anstatt zehn Minuten innezuhalten und nachzudenken, wie ich den Tag am besten hinkriege, habe ich einfach stur an einem Zeitplan festgehalten, der von vornherein nicht zu schaffen war. 

„Juhu, Mama, danke, daß ich noch mit zu Ben kann! Bis später!“

 

In Ruhe zu Ende arbeiten, dann einkaufen, entspannt nach Hause, Kind abholen gehen oder vorbeigebracht bekommen. So hätte der Tag eben auch laufen können...

 

Wem würde es nicht helfen, wenn er manchmal schnell Hilfe anfragen oder anbieten könnte, wenn es um die Betreuung der Kinder geht?

 

Für diese und andere Alltagssituationen von Eltern habe ich die KidPick-App (für iPhone und Android) entwickelt. Sie hilft Eltern, unkompliziert Verabredungen zu treffen und zum Beispiel Fahrgemeinschaften für die Kinder-Freizeit zu bilden.


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