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Wie es ist, im Alleingang eine App hochzuziehen

Ja, wie ist das so? Hier gibt Anna Einblicke in ihren Alltag rund um ihr App-Unternehmen und die KidPick-App. Aber lest selbst:

Frage: Dir kam die Idee zu KidPick, eine App, mit der Eltern das Sozial-Leben der Kinder besser organisieren können. Wie ging es weiter?

Ich traf einen KiTa-Papa, der IT-Produkt- Manager ist und der begeistert war von meiner Idee. Gemeinsam arbeiteten wir am ersten MVP (Minimum Viable Product), das eine Web-App war, die wir im KiTa-Umkreis testeten. Sehr schnell wurde klar, daß wir zu viel reingepackt hatten: neben der Terminkoordination wollten wir auch noch Spielplatztipps geben, die KiTa einbinden für ihre Terminplanung und Kommunikation mit den Eltern und am besten noch „Classifieds“, also einen Marktplatz anbinden!

Weniger ist mehr – auch im Falle eines ersten Prototypen.

 

So arbeiteten wir am Konzept, hatten erste Pitches, um Investoren zu finden, bekamen aber leider Absagen. Eine Begründung war: „Ihr seid doch Eltern, Ihr könnt doch gar nicht 24/7 an dem Produkt arbeiten , wie normale Startups“.

Wir hatten schon die Wireframes erarbeitet und den ersten Kontakt zu den zukünftigen Entwicklern der App hergestellt, als wir uns nochmal ernsthaft gefragt haben, ob wir als „Team“ richtig auf Kurs sind. Wie sich herausstellte, wollten wir unterschiedliche Produkte: er eher einen Messenger, ich ein Verabreden-Tool. Außerdem war er joblich beruflich stark in Projekten involviert, so dass wir uns schweren Herzens zur „Trennung“ entschlossen, ich aber beschloss, alleine weiter zu machen und die App mit eigenem Geld entwickeln zu lassen.

 

Von welchem Zeitraum sprechen wir? Wie lange geht dieses Vorhaben mittlerweile?

Die Idee hatte ich schon 2012, als ich Vollzeit in einer Agentur am anderen Ende der Stadt arbeitete. 2013 hatten wir das erste MVP, zwischen 2013 und 2014 gab es bei mir noch einen einen Jobwechsel mit höherem Verdienst, dann aber die Entscheidung: Ich höre auf und widme mich ein Jahr komplett der Umsetzung. Das war im März 2014. Erst im August 2015, als ich schon wieder (jetzt aber freiberuflich) arbeitete, diesmal jedoch freiberulich, kam die iOS App auf den Markt.

 

Was war das Risiko?

Das privat investierte Geld (meins und das Darlehen meiner Eltern) in den Sand zu setzen und das Geld, was ich eigentlich für weitere Updates hätte aufbringen müssen. Außerdem meine investierte Arbeits-und Lebenszeit von drei Jahren.

KidPick UG (haftungsbeschränkt)

info@kidpickapp.com