· 

Homeoffice. Zuhause arbeiten mit Kind.

 

Homeoffice ist ein Konzept, dass sich viele Arbeitnehmer und vor allem gerade Mütter wünschen. Homeoffice ist für viele der ideale Ansatz, um Familie und Beruf zu vereinen. Klingt doch erstmal sehr verlockend, oder? Aber wie sieht es in der Realität aus? Ich finde, dass kann eine echte Herausforderung sein, die Arbeit, die Kindererziehung und alle anstehenden Termine zu meistern!

Eigentlich ist es bei uns im Büro nicht möglich im Homeoffice zu arbeiten, aber – wie es manchmal so kommt… die Oma, die uns ja tagtäglich unterstützt, musste für einige Tage ins Krankenhaus. Was also tun? Über die KidPick-App hatte ich schon im Vorfeld mein Betreuungsnetz befragt, wer uns an welchen Tagen und bei welchen Fahrten unterstützen kann. Trotz der großartigen Unterstützung von anderen Müttern und Freunden blieben dennoch vier Tage an denen ich noch keine Lösung für die Betreuung des Sohnes hatte. Also hielt ich mit meinem Chef Rücksprache und wir einigten uns darauf, dass ich ausnahmsweise im Homeoffice arbeiten könnte. Denn: An Urlaub war zu dem Zeitpunkt nicht zu denken, da ein wichtiges Projekt sich in der Endphase befand.

Eine Woche später startete also der Selbstversuch. 😊 Zu Beginn war ich noch guter Dinge, dass ich zuhause genauso konzentriert und intensiv wie im Büro arbeiten würde. Vormittags war das auch alles kein Problem, das Kind war ja in der Schule. Und, oh wie praktisch – nebenbei kann man ja eben mal noch die Wäsche waschen und die Spülmaschine ausräumen! Soweit so gut – doch die nächste „Unterbrechung“ im Form von, der Sohn muss von der Schule abgeholt werden, stand an. Wieder zuhause angekommen, habe ich erstmal das Mittagessen gekocht und wir haben zusammen in Ruhe gegessen.

Nach dem Essen hat mein Sohn sich an seine Hausaufgaben gemacht und ich an den nächsten Text, der geschrieben werden wollte. Gestört wurde ich aber leider immer wieder von leisen aber permanenten Fluchen – er hatte Schwierigkeiten mit einer Matheaufgabe. Also blieb mein Text erstmal wieder links liegen und wir kämpften uns zusammen durch die Matheaufgaben. Nachdem das geschafft war und der Sohn sich zum Spielen in sein Zimmer zurückgezogen hatte, war ich fest davon überzeugt, in den verbleibenden Stunden alle anstehenden Texte und Arbeiten zu erledigen. Ich kniete mich also rein und war völlig vertieft in meinen Text, als mein Sohn plötzlich mit gepackter Sporttasche neben mir auftauchte. Handballtraining! Ein Blick in die KidPick-App bestätigte meine „Befürchtung“. Ich war an diesem Tag auch noch der Fahrer und musste noch weitere Kids einsammeln. Ein Blick auf die Uhr – oh je. Verdammt spät! Also blieb die Arbeit Arbeit und wir flitzten los. Die Kids kamen gerade noch pünktlich zum Beginn des Trainings. Nun hatte ich also 1,5 Stunden Zeit – nach Hause fahren lohnt sich nicht wirklich, daher habe ich in der Zeit den fälligen Einkauf erledigt. Schließlich kann man im Homeoffice ja auch noch zu späterer Stunde arbeiten, oder? Letztlich ging der Tag damit zu Ende, dass wir nach dem Handballtraining zu Abend gegessen haben, noch ein Spiel gespielt haben und mein Sohn dann irgendwann im Bett verschwand. Und ich? Ich hatte da ja noch einen unfertigen Text und einige unbeantwortete Mails… mit dem Ergebnis, dass ich bis abends um 22 Uhr am Schreibtisch saß. Ein, für mich turbulenter und auch ungewöhnlich anstrengender Tag, aber meinen Sohn hat es natürlich sehr gefreut, dass die Mama den ganzen Tag da war. Die nächsten 3 Tage waren alle ähnlich vom Ablauf her – ich empfand es als gar nicht so einfach alles zu organisieren und dennoch wirklich produktiv zu arbeiten.

 

Aber ein Gutes haben diese vier Tage dennoch gehabt: Ich habe für mich erkannt, dass es natürlich großartig ist, wenn das Kind mal krank ist, die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten gegeben ist. Aber prinzipiell muss ich wohl sagen, dass ich nicht der Typ für das Arbeiten im Homeoffice bin.

 

Homeoffice – zuhause Arbeiten mit Kind hat sicherlich viele Vor- und Nachteile. Aber worauf solltest du achten, wenn du demnächst planst ins Homeoffice zu wechseln? Ich habe dir hier ein paar nützliche Tipps zusammengestellt.

 

1.     Richte dir einen Arbeitsplatz ein, der auch wirklich ein Arbeitsplatz bleibt! Es bringt nichts, wenn du innerhalb deines Wohnraumes      immer wieder an anderen Stellen arbeitest.

 

2.     Dein Kind muss lernen, sich auch selbst beschäftigen zu können, so dass du für einen gewissen Zeitraum ungestört arbeiten kannst.

 

3.     Wer von zuhause arbeiten möchte, muss lernen, sich, die Arbeit und die Betreuung des Kindes zu organisieren.

 

4.     Netzwerk aufbauen! Auch wenn du vermeintlich immer „greifbar“ bist im Homeoffice, solltest du dir ein gut funktionierendes Betreuungsnetzwerk aufbauen. Die KidPick-App ist hierfür ein ganz wunderbares Tool!

 

5.     Richte dir feste Arbeitszeiten ein! Das erhöht deine Produktivität und gibt eine Planungsicherheit für die Kinderbetreuung.

 

6.     Pausen ganz bewusst einplanen und auch einhalten.

 

7.     Und zu guter Letzt: eine große Portion Gelassenheit! 😊

 

Wie sind deine Erfahrungen mit Homeoffice? Kannst du arbeiten, wenn dein Kind dabei ist?

 

Autorin: Jessica Biondi für KidPick

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

KidPick UG (haftungsbeschränkt)

info@kidpickapp.com


Mitglied im Netzwerk »Digitale Elternhelfer«