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Netzwerken auf der herCareer

Am 11./12. Oktober 2018 fand in München die herCareer statt. Bei der Karrieremesse stehen Frauen – von Absolventinnen, über Fach- und Führungskräfte bis hin zu Selbständigen und Unternehmerinnen – im Vordergrund. Das Themen- und Formatspektrum ist breit gefächert und neben Angeboten zu Karriere, Bewerbung, Finanzen usw. ist auch Familie und Beruf ein wichtiger Bereich.

 

Anna hat sich daher auf den Weg durch die Republik bis in die bayerische Metropole gemacht und zwei Tage auf der herCareer verbracht.

 

 

Anna, erzähl mal, wie hat es Dir gefallen und wen hast du alles getroffen?

Angela Schmidt - Notfallmamas
Angela Schmidt - Notfallmamas

Der Messebesuch war super für mich! Angefangen hat es mit der Übernachtung bei einem Freund, den ich seit Jahren nicht gesehen hatte und der mir versichert hat, dass ich mich gar nicht verändert habe. Nach so einem tollen Start (und nochmal Dank an den Freund und seine Freundin für die Übernachtung!) hab ich auf der Messe natürlich viele bekannte Gesichter getroffen, allen voran meine Kolleginnen der digitalen Elternhelfer. Angela von den Notfallmamas war mit einem Stand und Kinderbetreuung vertreten und auch Anna-Lena und Henrike-Marie Gerber von Siteinander waren da. 

Nicole Beste-Fopma
Nicole Beste-Fopma

 

Auch eine große Freude war es, Nicole Beste-Fopma endlich persönlich zu treffen Sie hatte schon über uns und die KidPick-App im LOB-Magazin berichtet. Sie hat ihr neues Buch „Beruf + Familie passt!“ vorgestellt, in dem sie zeigt, worauf man achtet, wenn man den passenden und familienbewussten Arbeitgeber finden will.

Robert Franken
Robert Franken

Robert Franken durfte ich in seinem MeetUp „Gleichstellung-wo bleiben die anderen 50%?“ hören. Er wies unter anderem darauf hin, dass es eben nicht reicht, wenn Väter nur zwei Monate in Elternzeit gehen. Vielmehr müssen sie sich auch in die gesamten emotionalen Themen der Kinderbetreuung/Pflege einmischen, damit Frauen wirklich Zeit haben, sich beruflich weiterzuentwickeln. Als sogenannter vorgeschobener „Verhinderer" nannte Robert Franken, neben den arbeitspolitischen Dingen, das „maternal gatekeeping“. (Einen guten Beitrag dazu gibt es von Jochen König.)

Gab es auch Überraschungen?

Anna mit Günes Seyfarth
Anna mit Günes Seyfarth

Total! Ich saß beim Netzwerk-Dinner neben Jeanette Okwu. Wir kannten uns bisher nur virtuell und so kamen wir endlich zu unserem Treffen, das bisher nie geklappt hatte. Gefreut habe ich mich, Sarah Seeliger von Librileo wiederzusehen – und das in München, wo wir doch in Berlin fast ums Eck wohnen und unsere Kinder die gleiche Schule besuchen.

 

Als krönenden Abschluss traf ich dann noch Günes Seyfarth (Die MacGyvers) wieder, die mich auf einen Kaffee in die Münchner Innenstadt und eine schnelle Stadtführung entführt hat.

 

Günes´ Aktivitäten zu lauschen munitioniert einen energetisch so auf, dass es egal ist, wie erkältet und abgeschlafft man vorher war. Es gilt das Machen!

 

Welche Vorträge hast Du besucht und was hast Du daraus mitgenommen?

Interessant fand ich den Vortrag von Elly Oldenbourg, die ihren Weg beschrieb von der Vollzeit arbeitenden Angestellten über das Mutter-Sein hin zur vielseitig eingagierten „New Workerin“ – das hat mich wirklich beeindruckt.

 

Das Thema „Was funktioniert, um mehr weibliche Angestellte in Führungspositionen zu bekommen“ wurde von Cawa Younosi, dem HR-Chef von SAP, und Dr.Wiebke Anderson von der Albright Stiftung in ihrem Vortrag gut beleuchtet. Besonders bemerkenswert war für mich die Tatsache, dass sich trotz vielfältiger Bemühungen noch wenig bis nichts tut in Bezug auf die Frauenquote. (Bericht der Allbright-Stiftung hier.) Cawa Younosi berichtete, wie SAP mit ihrem „MaxFlex“-Programm auf maximale Flexibilität bei der Einteilung der Arbeitszeit setzt und Frauen gezielt fördert. (Weitere Infos gibt es hier.)

 

Eltern auf der herCareer
Eltern auf der herCareer

An dieser Stelle kann ich Euch verraten, dass wir „Digitalen Elternhelfer“ gemeinsam mit SAP und weiteren Partnern aus der Politik eine Veranstaltung zum Thema „Vereinbarkeit und Digitalisierung“ planen. Ziel ist es, Akteure aus der Wirtschaft mit Eltern zu vernetzen und gemeinsam Lösungen und Wege zu erarbeiten, die die jeweiligen Bedürfnisse berücksichtigen. Ihr dürft gespannt bleiben!

Und jetzt Dein Resümee – hat sich der Besuch gelohnt?

Das auf jeden Fall! Es gab viele interessante Themen und Vorträge, mit neuen und innovativen Impulsen, aufschlussreiche Einblicke und vor allem spannende Gespräche mit außergewöhnlichen Menschen.

 

Leider war das Programm ziemlich voll und viele Vorträge, die ich gerne gehört hätte, waren gleichzeitig. Schade. Generell hat es mir der Ort und der Rahmen nicht so zugesagt: Akustisch war es teilweise schwierig, sich auf die Vorträge zu konzentrieren und es gab kaum Sitzplätze. Und Fan von überteuertem Messe-Essen werde ich auch nicht mehr. ;-)

 

Also in einem Satz: Inhaltlich toll und inspirierend, die Rahmenbedingungen bzw. die Location haben noch Optimierungspotential!

 

 

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