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„Und bei Euch so?“ – Wie organisieren andere Eltern ihren Familienalltag?

In dieser Blogserie stellen wir regelmäßig Eltern vor, die im Elternkosmos bekannt sind: BloggerInnen, GründerInnen von Unternehmen rund um Familienthemen, AutorInnen… Und wir freuen uns sehr, dass dieses Mal Laura Fröhlich dabei ist! Laura ist dreifache Mutter und bloggt auf „Heute ist Musik“ über das Familienleben. Neben Geschichten und Themen aus ihrem Alltag liegt ihr das Wohl der Mütter (und natürlich auch der Väter) am Herzen. Der Untertitel ihres Blogs lautet „Kluge Texte für fröhliche Eltern“ – und das trifft es ziemlich genau. Denn viele ihrer Beiträge drehen sich um gesellschaftliche Themen wie Vereinbarkeit, dem Stellenwert von Carearbeit oder wie man es schafft, trotz und mit Familie noch einigermaßen entspannt durch den Alltag zu kommen. Neben dem Blog findest Du Laura auch bei Instagram – auch wenn sie sich manchmal fragt, ob das Posten von Selfies einfach oberlässig oder ziemlich bescheuert ist. Wir sind da ziemlich klar: Es ist wunderbar, bitte weitermachen! 

 

Wer bist Du, wer gehört zu Deiner Familie und was machst Du so?

Ich bin Laura, blogge leidenschaftlich gerne und mittlerweile auch beruflich auf heuteistmusik.de über das Familienleben, den Alltagswahnsinn und verschiedene Mütterthemen. Zu mir gehören mein Mann und meine drei Kinder, 7, 5 und 2 Jahre alt.

 

Was sind Deine größten Herausforderungen in der Familienorga und wie löst ihr sie?

Laura Fröhlich - Heute ist Musik
Laura Fröhlich - Heute ist Musik

Wie ich auf dem Blog oft erzähle, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie meist ein Drahtseilakt und belastet mich sehr. Ich liebe beides, die Arbeit und die Zeit mit meinen Kindern. Aber irgendwie müssen wir ja auch noch den Haushalt stemmen, die Termine planen oder Einkäufe erledigen. Puuh, ganz schön viel, aber wir denken immer wieder mal darüber nach, was wir ändern können, damit wir mehr Luft und Zeit haben. Voraussichtlich wird Anton in den nächsten Jahren seine Arbeitszeit reduzieren und mehr im Haushalt anpacken, ich dagegen stocke ein wenig auf mit dem Job. Im besten Fall arbeiten wir dann beide zwischen 60 und 80 Prozent und die Kinder haben nachmittags einen Ansprechpartner zuhause. Wir haben ab und zu Hilfe von den Großeltern oder von meiner Schwester, das macht vieles leichter. Und die beiden Großen sind oft mit den Freunden oder Nachbarskindern unterwegs. Da unterstützen wir uns in der Gegend sehr.

 

Was hat Dir Deine Alltagsorga erleichtert? Welche digitalen Helfer nutzt Du, um Deinen Alltag zu organisieren?

Ich koordiniere alle unsere Termine mit einem Kalender, der bei uns in der Küche steht. Außerdem sind die digitalen Kalender unserer Smartphones synchronsiert. In Trello habe ich eine gemeinsame To Do-Liste mit Anton. Mit meiner Nachbarin habe ich eine super Fahrgemeinschaft; Anton bringt unsere Mädchen in den Kindergarten, sie holt sie ab. Dafür fahre ich die Kinder zum Reiten. 

 

Was würdest Du gerne abschaffen/grundsätzlich ändern, um einen entspannteren Familienalltag zu haben?

Ich finde ja das Konzept einer vernünftigen Ganztagsschule toll, in der alle Kinder, egal aus welchen Familien, die gleichen Chancen haben. Viele bestens ausgebildete und gut bezahlte Pädagogen sind nötig, eine hochwertige Versorgung mit Essen und die Möglichkeit, dort auch weiterhin in die Sportvereine zu gehen – das wärs! So wäre auch endlich für sozial schwächere Familien gesorgt und Alleinerziehende hätten es leichter.

 

Ansonsten wäre ich dafür, dass Eltern ihre Arbeitszeit flexibel reduzieren oder aufstocken können, ohne dass die Karriere leidet. Dann könnten auch mehr Papas zuhause sein und anpacken, solange die Kinder kleiner sind. Mehr Zeit füreinander und weniger Stress – das würde allen Familien gut tun, finde ich.

 

Danke, liebe Laura, für Deine Einblicke!

 

Gefragt hat Lia Gänzler

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