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Ganz entspannte Weihnachten, hohoho! 

Weihnachtssehnsucht gestresster Eltern
Weihnachtssehnsucht gestresster Eltern

Letztes Jahr Anfang Januar, als die Schule wieder anfing, habe ich mir geschworen: So stressige Weihnachten wird es nie, nie, nie, nie mehr geben! Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass das alte Jahr mit Stress, Hektik und Ärger endet und man völlig ausgepowert ins neue Jahr startet. Ich hatte es schon klar vor meinem inneren Auge: 

  • Spätestens nach den Sommerferien werden die Wünsche der Kinder gesammelt.
  • Danach erstellen wir die Geschenkelisten für Familie und Freunde.
  • Ab Oktober beginnt dann das große Besorgen und Bestellen, das allerallerspätestens im November abgeschlossen ist.
  • Die Adventszeit wird gemütlich, ich sah uns bei Tee und Kerzenschein Plätzchen backen.
  • Die zig Weihnachts- und Adventsfeiern in Schule und Vereinen besuchen wir alle tiefenentspannt.
  • Für mein inneres Gleichgewicht würde ich verschiedene Weihnachtsmärkte besuchen und es mir bei Glühwein und leichtem Schneefall gutgehen lassen. 
  • Und am Heiligabend würden wir einträchtig und zufrieden unter dem Baum sitzen und uns an den Geschenken und vor allem aneinander erfreuen. (Hier im Geiste leichtes Glöckchengeläute einbilden.)

Ihr könnt Euch denken, dass alle diese Pläne über den Haufen geworfen wurden. Von was? Vom Leben, diesem unberechenbaren Faktor! Es kommt nämlich immer anders, als man denkt. Mal ist es ein neuer Job, mal ein Projekt, das sich verschiebt, mal brauchen die Kinder mehr Aufmerksamkeit, mal der Partner, Familie oder Freunde. Und dann ist auch ab Herbst quasi immer irgendeiner krank. Und so verstreichen die Tage und Wochen – bis man Mitte Dezember dasitzt und noch nichts, aber auch nichts vorbereitet hat. Wobei, „nichts“ ist ein wenig übertrieben, ich habe schließlich den fertigen Adventskranz aus dem Keller geholt und mit Kerzen bestückt. Und den Kindern einen großen Adventskalender-Wunsch erfüllt: Da sie sich nichts sehnlicher wünschten und der Anmeldeschluss zur „Mutter des Jahres“ schon abgelaufen war, habe ich – entgegen ungefähr aller meiner Überzeugungen – einen Chips-Adventskalender besorgt. Um ehrlich zu sein, ich fand den zu teuer (sie müssen jetzt teilen), online bestellen ist doch eigentlich böse und von gesunder Ernährung müssen wir gar nicht erst anfangen. Aber egal. Es war die Lösung mit dem wenigsten Stress.

Doch die vielen anderen unerledigten Dinge liegen mir schwer auf der Seele. Die eigenen Ansprüche herabzustufen, fällt mir nicht leicht und ich bin da vermutlich nicht alleine. Aber in diesem Jahr möchte ich es durchziehen und alles streichen, was mir mehr Stress als Freude macht.

Ein paar Beispiele: 

Ich habe die letzten Jahre immer Weihnachtskarten für Freunde gemacht, meistens noch mit einem Geschenk aus der Küche wie gebrannten Mandeln oder Würzmischungen. Das fällt in diesem Jahr weg. Einerseits mit einem weinenden Auge, denn ich schenke unheimlich gerne. Aber das andere Auge lächelt schon, denn mit dem Verzicht schenke ich mir dieses Jahr etwas – nämlich Zeit. 

Was mache ich mir noch einfacher? Ich werde dieses Jahr an Heiligabend nicht kochen. Wir werden Raclette machen und alle die kommen, sollen etwas mitbringen. 

Ich werde die ganzen Geschenke der Verwandten für die Kinder nicht mehr besorgen, sondern ihnen sagen, was sie sich wünschen, wenn es um konkrete Dinge wie bestimmte Bücher oder so geht. Oder sie sollen die Geschenke am besten mit den Kindern kaufen gehen. (Das geht natürlich nur, weil die Kinder hier schon etwas größer sind. Da ist es sinnvoller, sie gehen mit, als dass man alleine versucht, den aktuellen Geschmack zu treffen. Und so ein Einkaufsbummel mit Oma oder Onkel ist doch auch ein schönes Erlebnis.) Ach, beim Schreiben fällt mir auf, dass ich mich schon früher rausgenommen habe. Wenn jetzt die Familie anruft und mich fragt, was sich die Kinder wünschen, gebe ich den Hörer weiter. Ich muss gar nicht mehr Vermittlerin sein und mich dafür verantwortlich fühlen. Welch Erleichterung!

Wo wir bei Geschenken sind: Ich habe meinen ästhetischen Ansprüchen auch abgeschworen und lasse Geschenke wann immer möglich direkt im Geschäft einpacken, egal wie hässlich das Papier ist. Lieber warte ich ein paar Minuten, bevor ich am 23. wieder die halbe Nacht damit verbringe, Krims und Krams zu verpacken.

Und zwischen den Jahren? Da hoffe ich auf ein paar ruhige Momente und auf ein bisschen „mein Leben chillen“, wie das jüngste Kind sagen würde. Das im Übrigen auch gesagt hat, dass es unbedingt Freunde treffen will und keinesfalls die ganzen Ferien mit der Familie verbringen möchte. Nun gut, soll mir recht sein. Mittlerweile nutzen viele Familie in meinem Netzwerk die KidPick-App, und das spart mir den ganzen WhatsApp-Stress rund ums Verabreden. Obwohl, den ganzen wohl nicht, ich bin schon gespannt, wie viele „lustige“ Bilder und Videos ich zu Weihnachten bekomme. Oh Du Fröhliche. Aber das ist ein anderes Thema. Habt schöne Weihnachten.

Wollt ihr uns Eure Tipps verraten, wie ihr es schafft, nicht komplett im Weihnachtsstress zu versinken? Was Euch wichtig ist und was nicht? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

 

 Autorin: Lia Gänzler für KidPick

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