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Neue Blog-Serie: „Und bei Euch so?“ – Wie organisieren andere Eltern ihren Familienalltag?

In dieser Blog-Serie stellen wir regelmäßig Eltern vor, die im Elternkosmos bekannt sind: BloggerInnen, GründerInnen von Unternehmen rund um Familienthemen, AutorInnen… Und wir freuen uns sehr, heute mit Marlene Hellene zu starten. Mit ihren witzigen, tröstlichen, ungeschönt ehrlichen und unverblümten Beiträgen auf Twitter (@MarleneHellene) und in ihrem Buch „Man bekommt ja soviel zurück“ begeistert sie (nicht nur) Eltern.

Foto privat @MarleneHellene
Foto privat @MarleneHellene

Marlene, wer bist Du, wer gehört zu Deiner Familie und was machst Du so?

Hallo, ich heiße Marlene Hellene und bin Mensch. Und Mutter. Und Ehefrau. Und Tochter. Und Freundin. Und Schwester. Und Tante. Und manchmal sogar einfach nur ich. 

Zu meiner Familie gehören zwei Kinder. Ein vierjähriges, männliches und ein sechsjähriges weibliches. Diese Kinder haben einen Vater. Meinen Ehemann. 

Was ich so mache? Gefühlt arbeite ich ständig. Ob das jetzt in meinem (vergüteten) Job sei, meinem Zuhause mit seiner Wäsche, seinen dreckigen Fenstern, ständig irgendetwas wollenden Kindern und schmutzigen Socken ist oder, ob es sich um meine schriftstellerische Arbeit handelt. Wobei ich in „gute Arbeit“ und „schlechte Arbeit“ aufteile: Dreckige Socken ihhh. Schreiben jippy. 

 

Was sind Deine größten Herausforderungen in der Familienorga und wie löst ihr sie?

Die Familienorga braucht bei uns feste Strukturen und Regeln. Sonst klappt das nicht. Die wichtigste Regel ist, dass morgens jeder aufsteht. Die Kinder und ich müssen nämlich das Haus pünktlich und bestenfalls angezogen verlassen. Wenn es da schon scheitert, scheitert der ganze Tag. Und es droht täglich, zu scheitern. Das vermag ich nur durch viel Geschrei und Gedrohe (KEINE SÜSSIGKEITEN HEUTE!) zu verhindern. Sind die Kinder erstmal an ihren Wirkungsstätten (Schule, Kita) angekommen, kann bis vierzehn Uhr eigentlich wenig schiefgehen. Alleine organisiere ich mich mit links. Ab vierzehn Uhr wird es nochmal kniffelig. Lebensmittel wollen gekauft und für den Abend zubereitet werden. Gelingt mir auch das, ist der Tag gerettet. Dann muss ich nur noch ca. 800 km Auto fahren, um die Kinder zu ihren Freunden, Hobbies oder sonstigen überlebenswichtigen Veranstaltungen zu bringen und alles ist gut. 

Fällt aber nur eine Person durch Krankheit o. Ä. aus, dann wird es dramatisch und wir versinken im Chaos. Dann müssen Omas, Arbeitgeber und vielleicht auch noch der Papst angerufen und um Mithilfe gebeten werden. Es zählt, zu überleben. 

Das Schwierigste bei der Planung sind natürlich immer die Kinder. Die sind nämlich keine Roboter. Die haben ihre eigene Meinung zu meiner erdachten Tagesplanung und setzen diese gnadenlos durch. Nicht einmal einen AUS- Knopf haben die. Oder Stand-By Schalter. Oder zumindest einen Lautstärkeregler. 

 

Was hat Dir Deine Alltagsorga erleichtert? Welche digitalen Helfer nutzt Du, um Deinen Alltag zu organisieren? 

Tatsächlich hilft mir mein Smartphone im Alltag sehr. Ich mache mir häufig Notizen, erstelle Einkaufslisten und nutze den Terminkalender. Außerdem genieße ich die Möglichkeit der unkomplizierten Kommunikation über Apps, um z.B. die Verabredungen der Kinder zu managen oder mit meinem Mann den Tagesablauf zu planen (oder mir den Frust von der Seele zu schreiben).

 

Was würdest Du gerne abschaffen/grundsätzlich ändern, um einen entspannteren Familienalltag zu haben? 

Ich würde gerne täglich bis mindestens zehn Uhr schlafen können. Das wäre für alle angenehmer. Ich wäre direkt ein viel netterer Mensch. Außerdem hätte ich gerne einen Koch. Ausgeschlafen und gut gefüttert würde mir alles gelingen. Sogar die Weltherrschaft. 

 

Vielen Dank für Deine Antworten! 

 

Autorin: Lia Gänzler für KidPick

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